
Du denkst über einen Jobwechsel nach, aber du traust dich nicht. Du weißt, dass du beruflich unzufrieden bist – aber du bleibst.
Du stehst morgens auf, machst deinen Job, funktionierst. Innerlich zieht sich aber alles zusammen. Schon lange fühlt sich das nicht mehr richtig an. Und trotzdem hältst du fest.
Nicht, weil du bequem bist. Nicht, weil du nicht weißt, wie man kündigt. Sondern weil du es dir selbst nicht erklären kannst. „Warum komme ich nicht ins Tun?“
Kennst du dieses Gefühl? Dass du längst spürst, dass sich etwas ändern muss – aber irgendetwas in dir bremst?
Dann lies weiter. In diesem Artikel zeige ich dir fünf Gründe, warum du dich (noch) nicht traust, deinen Job zu wechseln – und was du tun kannst, um herauszufinden, wo dein Hebel liegt.
Sicherheitsdenken – „Was, wenn es schlechter wird?“
Viele Frauen bleiben lieber im bekannten Frust, als ins Unbekannte zu gehen. Unser Kopf greift nach dem, was er kennt – selbst wenn es uns nicht guttut.
Veränderung fühlt sich unsicher an. Ein fester Job dagegen fühlt sich wie ein Sicherheitsnetz an, das man nicht so leicht loslässt.
Festanstellung, Gehalt, Planbarkeit – auch wenn’s nicht mehr erfüllt, bietet es zumindest Stabilität. Und die ist wertvoll, besonders wenn man Verantwortung trägt.
Du hast Angst vor finanziellen Einbußen, einer unsicheren Probezeit oder gar einer Kündigung, wenn du dich auf etwas Neues einlässt.
Gedanken wie: „Ich müsste doch froh sein.“ Oder: „Was, wenn’s woanders noch schlimmer ist?“
Das ist kein Ego-Problem – das ist zutiefst menschlich.
Studien zeigen: Wir empfinden Verluste stärker als gleich große Gewinne.
Das bedeutet: Lieber bleibt man im Halbschatten, als ins Licht zu blinzeln – aus Angst, geblendet zu werden.
Das Bedürfnis nach Kontrolle und Vorhersehbarkeit hemmt Veränderungsbereitschaft.
💡 Was hilft?
Frage dich ganz konkret: Was genau befürchtest du?
Und wie könntest du dem vorbeugen? (Spoiler: Im nicht mehr passenden Job zu verharren, ist definitiv nicht die Lösung!)
Sicherheit ist wichtig – aber sie darf nicht das Einzige sein, was dich hält.
Gedankenchaos – zu viele Ideen, keine Klarheit
Du hast viele Ideen – aber keinen klaren Plan. Mal denkst du an Weiterbildung, mal an Teilzeit, dann an Selbstständigkeit. Es kreist. Und dann: gar nichts.
Das ist kein Zeichen von Schwäche – sondern typisch, wenn zu viele Gedanken im Kopf sind und niemand da ist, der Ordnung reinbringt.
Das Gehirn hasst ungeklärte Fragen. Offene Themen erzeugen inneren Stress.
Du kennst das vielleicht: Du denkst an zehn Dinge gleichzeitig – aber kommst bei keinem weiter.
Solange kein roter Faden da ist, blockiert dein Kopf: Zu viel Input = gar kein Output.
In der Psychologie nennt man das kognitiven Overload – ein Zustand, in dem das Gehirn überfordert ist, weil alles gleichzeitig Aufmerksamkeit will. Dies führt zu Entscheidungsvermeidung.
💡 Was hilft?
Bevor du Bewerbungen schreibst oder dir 50 neue Ideen auf die To-do-Liste setzt, brauchst du eines: Klarheit.
Ein strukturierter Klarheitsprozess hilft dir, die Gedanken zu sortieren, Prioritäten zu setzen – und endlich ins Tun zu kommen.
Angst vor dem Ungewissen – lieber Bekanntes als Risiko
Dein Job nervt – aber er ist vertraut. Du weißt, wie alles läuft. Wer die Kollegen sind. Wie die Strukturen und Prozesse sind. Was du kannst.
Was danach kommt? Keine Ahnung. Und genau das macht Angst. Es fühlt sich an, wie ein Sprung ins Leere.
Das menschliche Gehirn ist darauf programmiert, Ungewissheit als Bedrohung zu empfinden. Selbst eine negative Routine fühlt sich oft sicherer an als eine positive Unklarheit.
Die Komfortzone erfüllt das Bedürfnis nach Sicherheit – laut Maslows Bedürfnispyramide ein Basisbedürfnis – und wird so zum gemütlichen Gefängnis.
Meine Kundin Natalie bringt es auf den Punkt: „Ich stehe mir selbst im Weg.“
Veränderung fühlt sich an wie Kontrollverlust. Also lieber im Bekannten bleiben – auch wenn es Kraft kostet.
💡 Was hilft?
Veränderung heißt nicht sofort: Kündigung. Es heißt: Ehrlich hinschauen, was du wirklich brauchst – und kleine Schritte gehen. Das ist weniger beängstigend, als du denkst.
Der erste Schritt ist nicht der Sprung – sondern der Mut, dich selbst ernst zu nehmen.
Fehlende Unterstützung – „Alle sagen, ich soll dankbar sein“
Vielleicht sagt dein Partner: „Andere wären froh über deinen Job.“
Vielleicht fragen dich Freunde: „Was willst du denn noch?“
Und du selbst beginnst zu zweifeln. „Stell ich mich an?“
Aber nein – tust du nicht.
Wenn dein Umfeld nicht versteht, wie du dich fühlst, entsteht eine Lücke. Du fühlst dich allein. Und du beginnst, dein inneres Wissen zu überhören.
Soziale Zugehörigkeit ist ein starkes menschliches Bedürfnis. Wenn andere deinen Weg nicht mitgehen, zweifelst du schneller an deinem Wunsch.
💡 Was hilft?
Du brauchst nicht nur Rückhalt – sondern Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind. Der Austausch mit Gleichgesinnten kann unglaublich stärkend sein.
Deshalb gibt es mein Jobretreat auf Mallorca: Ein geschützter Ort, an dem du sein darfst, wie du bist – und herausfindest, wie du wirklich leben und arbeiten möchtest.
Selbstzweifel & Perfektionismus – „Was, wenn ich scheitere?“
„Ich will nichts überstürzen.“
„Was, wenn das die falsche Entscheidung ist?“
„Was, wenn ich es bereue?“
Du denkst: Besser nichts tun als etwas falsch machen.
Du vergleichst dich mit anderen. Hinterfragst jede Idee. Und bleibst – aus Angst, dass du dich später ärgerst.
Vielleicht hast du schonmal vom „inneren Kritiker“ gehört: Diese Stimme in deinem Kopf, die alles anzweifelt, dich warnt, dich klein macht.
Besonders perfektionistisch veranlagte Frauen kennen das gut: Sie wollen erst losgehen, wenn alles perfekt ist.
Aber: Dann gehen sie nie.
💡 Was hilft?
Erkenne: Keine Entscheidung zu treffen, ist auch eine Entscheidung. Und oft die schmerzhafteste.
Du darfst mutig sein – auch wenn du noch nicht alles weißt.
Kleine, mutige Schritte reichen. Wirklich.
Was du jetzt tun kannst
Du musst nicht alles auf einmal lösen.
Aber wenn du merkst, dass dich etwas blockiert – dann nimm es ernst.
Diese fünf Gründe helfen dir, deine Situation besser zu verstehen.
Und der nächste Schritt? Ist ins Tun zu kommen.
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Fazit
Du bist nicht falsch. Du bist nicht undankbar. Du bist einfach an einem Punkt angekommen, an dem etwas nicht mehr passt.
Und du darfst dir erlauben, das ernst zu nehmen.
Die Frage ist nicht: „Warum klappt das bei anderen?“
Sondern: „Was brauchst DU, um den ersten Schritt zu gehen?“
Vielleicht ist meine kostenlose Checkliste dein Anfang.

Anja Ehrke
Gründerin von Maryella.de – deiner Plattform für berufliche Klarheit und Neuanfang.
Ich unterstütze Frauen dabei, ihren Frustjob hinter sich zu lassen und den Job zu finden, der wirklich zu ihnen passt – mit Struktur, Herz und dem nötigen Mut zur Veränderung.
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